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Hallo da draußen!
Jaa, meine Freundin und ich hatten uns an Holi-Pulver versucht. Da wir nur zu zweit waren, war es etwas kompliziert, aber es hat einfach soo Spaß gemacht, dass wir das auf jeden Fall nochmal machen werden :)
Ich kann es jedem empfehlen!
Liebste Grüße ♥♥
Perfektion.
Was ist das? Braucht man es und wenn, wozu?
Will man das selber erlangen oder erwarten das andere von einem?
Die besten Noten, die Beste beim Instrumentspielen, die Beste im Sport, die beste Beziehung, die tollsten Freunde, die Schönste, die beste Figur, die meisten Follower hier und da, die meisten Likes, der Lehrerliebling, eine tolle Familie, in der nichts schiefläuft und am Besten noch beliebt.
Ist das das Ziel und warum bedeutet Perfektion eigentlich, überall am besten zu sein?
Jeder strebt in gewissem Maße danach. Ob es dabei um einen selbst oder um andere geht, ist vollkommen egal. Ob es der Ehrgeiz oder die Eitelkeit oder Selbsthass, wie auch immer ist, es ist egal.
Alles kann einen zerstören und dann liest man selbst das überall. Um glücklich zu sein, denke an dich selbst, tu dir selbst Gutes. Und dann fragt man sich, was denn gut für einen sei. Will schon wieder das erreichen, was die Masse für gut hält.
Was bringt es uns am Ende?
Nichts...
Jeder ist genug, doch das wichtigste ist die Akzeptanz und dafür muss man viele Eigenschaften ber Bord gehen lassen. Man sollte sich nicht von hol das Beste aus dir heraus, denn das ist genug beeinflussen lassen, denn genau das setzt einen wieder unter Druck
Und genau dieses sollte ist das Problem. Was hat man denn zu tun und zu lassen?
Kann und will man etwas dagegen tun?
Ich laufe lachend durch die Gänge der Schule. Neben mir meine Freundinnen, mit denen ich mich über die letzte unnötige Mathestunde unterhalte. Wir veralbern alles ziemlich und während wir da zum nächsten Raum laufen, sagen mir von links und rechts viele Leute hallo. Ich grüße zurück, bleibe ab und zu stehen um andere zu umarmen und wirke von außen bestimmt fröhlich und selbstbewusst.
Doch man sieht mich nur von außen. Lachend, viele Freunde, immer unterwegs, was zu tun, gute Noten...
Wer weiß aber, wie ich von innen aussehe?
Weiß ich das selber überhaupt?
Vielleicht achte ich auch darauf, was andere von mir denken. Die Fassade aufrecht zu erhalten. Zu wissen, was andere sehen wollen. Vielleicht stehe ich morgens vor dem Kleiderschrank, würde gerne übergroße Sachen tragen um mich zu verstecken, doch ziehe das an, was andere erwarten. Stehe vor dem Spiegel und würde am liebsten den Zopf, den ich beim Schlafen getragen habe drin lassen, doch mache ihn auf. Habe keine Lust mich zu schminken, tue es aber, damit ich normal aussehe.
Vielleicht bin ich aber nicht so glücklich, wie ich scheine. In mir drin schreit alles. Würde gerne besser sein, in dem was ich tue. Würde gerne mehr tun. Würde gern aufmerksamer sein, ausgefallener, intelligenter, lustiger, besonderer...
Aber das sieht niemand.
Denn es ist nicht alles Gold was glänzt.
(fiktiv)
Ich war etwas verwirrt und verstand nicht ganz, nickte aber und prägte mir die Worte genau ein. Mein Papa gab mir einen Kuss auf die Stirn und als ich mich auf das Bett setzte ging er ganz leise aus dem Zimmer. Als ich lag, schaute ich meine Sterne an der Decke an und versuchte meinen Schalter zu finden, doch irgendwann gab ich frustriert auf. Mama rief mich. Ich stand auf, zog irgendetwas aus dem Schrank, zog es über den Kopf und lief die Treppe hinunter.
Zehn Jahre später starb mein Vater an Krebs. Auch wenn er mir noch so fehlte, konnte ich mich immer an seine Worte erinnern und langsam immer mehr damit anfangen. Meine Lebensfreude hatte ich auch nach seinem Tod nicht verloren, da es nicht überraschend kam. Es machte mich nur stärker, lehrte mich zu kämpfen und die Zeit zu nutzen.
(fiktiv)
Vor Zeiten war ein König und eine Königin, die sprachen jeden Tag: "Ach, wenn wir doch ein Kind hätten!" und kriegten immer keins. Da trug sich zu, als die Königin einmal im Bade sass, dass ein Frosch aus dem Wasser ans Land kroch und zu ihr sprach: "Dein Wunsch wird erfüllt werden, ehe ein Jahr vergeht, wirst du eine Tochter zur Welt bringen."
Was der Frosch gesagt hatte, das geschah, und die Königin gebar ein Mädchen, das war so schön, dass der König vor Freude sich nicht zu lassen wusste und ein grosses Fest anstellte. Er ladete nicht bloss seine Verwandte, Freunde und Bekannte, sondern auch die weisen Frauen dazu ein, damit sie dem Kind hold und gewogen wären. Es waren ihrer dreizehn in seinem Reiche, weil er aber nur zwölf goldene Teller hatte, von welchen sie essen sollten, so musste eine von ihnen daheim bleiben.
Das Fest ward mit aller Pracht gefeiert, und als es zu Ende war, beschenkten die weisen Frauen das Kind mit ihren Wundergaben: die eine mit Tugend, die andere mit Schönheit, die dritte mit Reichtum, und so mit allem, was auf der Welt zu wünschen ist. Als elfe ihre Sprüche eben getan hatten, trat plötzlich die dreizehnte herein. Sie wollte sich dafür rächen, dass sie nicht eingeladen war, und ohne jemand zu grüssen oder nur anzusehen, rief sie mit lauter Stimme: "Die Königstochter soll sich in ihrem fünfzehnten Jahr an einer Spindel stechen und tot hinfallen." Und ohne ein Wort weiter zu sprechen, kehrte sie sich um und verliess den Saal. Alle waren erschrocken, da trat die zwölfte hervor, die ihren Wunsch noch übrig hatte, und weil sie den bösen Spruch nicht aufheben, sondern nur ihn mildern konnte, so sagte sie: "Es soll aber kein Tod sein, sondern ein hundertjähriger tiefer Schlaf, in welchen die Königstochter fällt."
Der König, der sein liebes Kind vor dem Unglück gern bewahren wollte, liess den Befehl ausgehen, dass alle Spindeln im ganzen Königreiche verbrannt werden. An dem Mädchen aber wurden die Gaben der weisen Frauen sämtlich erfüllt, denn es war so schön, sittsam, freundlich und verständig, dass es jedermann, er es ansah, lieb haben musste. Es geschah, dass an dem Tage, wo es gerade fünfzehn Jahr alt ward, der König und die Königin nicht zu Haus waren, und das Mädchen ganz allein im Schloss zurückblieb. Da ging es allerorten herum, besah Stuben und Kammern, wie es Lust hatte, und kam endlich auch an einen alten Turm. Es stieg die enge Wendeltreppe hinauf, und gelangte zu einer kleinen Türe. In dem Schloss steckte ein verrosteter Schlüssel, und als es umdrehte, sprang die Türe auf, und sass da in einem kleinen Stübchen eine alte Frau mit einer Spindel und spann emsig ihren Flachs.
"Guten Tag, du altes Mütterchen," sprach die Königstochter, "was machst du da?" - "Ich spinne," sagte die Alte und nickte mit dem Kopf ."Was ist das für ein Ding, das so lustig herumspringt?" sprach das Mädchen, nahm die Spindel und wollte auch spinnen. Kaum hatte sie aber die Spindel angerührt, so ging der Zauberspruch in Erfüllung, und sie stach sich damit in den Finger. In dem Augenblick aber, wo sie den Stich empfand, fiel sie auf das Bett nieder das da stand, und lag in einem tiefen Schlaf.
Und dieser Schlaf verbreite sich über das ganze Schloss: der König und die Königin, die eben heimgekommen waren und in den Saal getreten waren, fingen an einzuschlafen und der ganze Hofstaat mit ihnen. Da schliefen auch die Pferde im Stall, die Hunde im Hofe, die Tauben auf dem Dache, die Fliegen an der Wand, ja, das Feuer, das auf dem Herde flackerte, ward still und schlief ein, und der Braten hörte auf zu brutzeln, und der Koch, der den Küchenjungen, weil er etwas versehen hatte, in den Haaren ziehen wollte, liess ihn los und schlief. Und der Wind legt sich, und auf den Bäumen vor dem Schloss regte sich kein Blättchen mehr. Rings um das Schloss aber begann eine Dornenhecke zu wachsen, die jedes Jahr höher ward, und endlich das ganze Schloss umzog und darüber hinauswuchs, dass gar nichts davon zu sehen war, selbst nicht die Fahne auf den Dach.
Es ging aber die Sage in dem Land von dem schönen schlafenden Dornröschen, denn so ward die Königstochter genannt, also dass von Zeit zu Zeit Königssöhne kamen und durch die Hecke in das Schloss dringen wollten. Es war ihnen aber nicht möglich, denn die Dornen, als hätten sie Hände, hielten fest zusammen, und die Jünglinge blieben darin hängen, konnten sich nicht wieder losmachen und starben eines jämmerlichen Todes.
Nach langen Jahren kam wieder einmal ein Königssohn in das Land, und hörte, wie ein alter Mann von der Dornenhecke erzählte, es sollte ein Schloss dahinter stehen, in welchem eine wunderschöne Königstochter, Dornröschen genannt, schon seit hundert Jahren schliefe, und mit ihr der König und die Königin und der ganze Hofstaat. Er wusste auch von seinem Grossvater, dass schon viele Königssöhne gekommen wären und versucht hätten, durch die Dornenhecke zu dringen, aber sie wären darin hängengeblieben und eines traurigen Todes gestorben. Da sprach der Jüngling: "Ich fürchte mich nicht, ich will hinaus und das schöne Dornröschen sehen." Der gute Alte mochte ihm abraten, wie er wollte, er hörte nicht auf seine Worte. Nun waren aber gerade die hundert Jahre verflossen, und der Tag war gekommen, wo Dornröschen wieder erwachen sollte. Als der Königssohn sich der Dornenhecke näherte, waren es lauter grosse schöne Blumen, die taten sich von selbst auseinander und liessen ihn unbeschädigt hindurch, und hinter ihm taten sie sich wieder als Hecke zusammen. Im Schlosshof sah er die Pferde und scheckigen Jagdhunde liegen und schlafen, auf dem Dach sassen die Tauben und hatten das Köpfchen unter den Flügel gesteckt. Und als er ins Haus kam, schliefen die Fliegen an der Wand, der Koch in der Küche hielt noch die Hand, als wollte er den Jungen anpacken, und die Magd sass vor dem schwarzen Huhn, das sollte gerupft werden.
Da ging er weiter und sah im Saale den ganzen Hofstaat liegen und schlafen, und oben bei dem Throne lag der König und die Königin. Da ging er noch weiter, und alles war so still, dass einer seinen Atem hören konnte, und endlich kam er zu dem Turm und öffnete die Türe zu der kleinen Stube, in welcher Dornröschen schlief. Da lag es und war so schön, dass er die Augen nicht abwenden konnte, und er bückte sich und gab ihm einen Kuss.
Wie er es mit dem Kuss berührt hatte, schlug Dornröschen die Augen auf, erwachte, und blickte ihn ganz freundlich an. Da gingen sie zusammen herab, und der König erwachte und die Königin und der ganze Hofstaat, und sahen einander mit grossen Augen an. Und die Pferde im Hof standen auf und rüttelten sich; die Jagdhunde sprangen und wedelten; die Tauben auf dem Dache zogen das Köpfchen unterm Flügel hervor, sahen umher und flogen ins Feld; die Fliegen an den Wänden krochen weiter; das Feuer in der Küche erhob sich, flackerte und kochte das Essen; der Braten fing wieder an zu brutzeln; und der Koch gab dem Jungen eine Ohrfeige, dass er schrie; und die Magd rupfte das Huhn fertig.
Und da wurde die Hochzeit des Königssohns mit dem Dornröschen in aller Pracht gefeiert, und sie lebten vergnügt bis an ihr Ende.
- nach den Gebrüdern Grimm -
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